Unser MAKS®-Netzwerk

Das wichtigste an der MAKS-Therapie® sind ihre Therapeuten!

Täglich leisten die MAKS®-Therapeuten mit der Umsetzung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Pflegequalität in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unser langfristiges Ziel ist es, den Zugang zu MAKS® für Demenzbetroffene flächendeckend zu ermöglichen – und dabei sind wir zusammen mit unseren Partnern auf einem guten Weg! Im Januar 2019 gab es noch 168 zertifizierte MAKS®-Therapeutinnen und Therapeuten, im Februar 2020 bereits 703 – das entspricht einem Wachstum von ca. 418%! Unsere Auswertung auf der untenstehenden Karte zeigt aktuell leider nur Deutschland – wir haben unsere Therapeuten in der Schweiz und Österreich natürlich nicht vergessen!

Auch die Corona-Pandemie sollte das Wachstum unseres Netzwerks nicht länger aufhalten – der Schulungsbetrieb ist seit dem 01.06.2020 unter Hygiene-Vorschriften wieder geöffnet – sowohl als Präsenz-Schulung, als auch als Online-Webinar.

Regionale Verteilung zertifizierter MAKS®-Therapeuten in Deutschland
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Medikamentöse Ruhigstellung ist keine Alternative zu sozialen Betreuungsangeboten!

In einer Studie von verschiedenen Instituten der Friedrich Alexander Universtität (FAU) wurde ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Vergabe dämpfender Psychopharmaka und einem erhöhten Sturzrisiko mit Verletzungsfolge nachgewiesen. Das Fazit der Studie ist, dass bei der Medikation von Demenzerkrankten darauf geachtet werden muss, möglichst wenig dämpfende Psychopharmaka einzusetzen, um das Risiko entsprechend zu reduzieren.
Auch die S3 Leitlinie „Demenzen“ besagt deutlich, dass eine medikamentöse Behandlung erst als letztes Mittel bei der Behandlung von Verhaltenssymptomen anzuwenden ist. Eine pharmakologische Intervention soll erst dann erfolgen, wenn psychosoziale Interventionen wie die MAKS-Therapie® keinen Effekt mehr erzielen.

Fazit: Die Gabe von ruhigstellenden Arzneimitteln kann daher nicht als Ersatz von Betreuungsangeboten gesehen werden!
Damit MAKS® trotz der Corona-Beschränkungen umgesetzt werden kann, stellen wir Ihnen mit MAKS®-Kompakt Übungen zusammen, die auch in der Einzelbetreuung helfen können.

Gewalt in der Pflege

Trotz einer Vielzahl an kreativen Lösungen, der Pandemie im Pflegealltag zu begegnen, können eine hohe Arbeitslast sowie mentale und körperliche Folgen zu Spannungen führen. Besonders das Gefühl, bevormundet zu werden, kann aggressives Verhalten und zuletzt auch Gewalt verursachen.

Fallbeispiel – Missachtung von Schutzmaßnahmen Herr A. wurde vor der Corona-Krise regelmäßig von seinen Angehörigen besucht. Wenn der Besuch kam, war bspw. Wäschewechsel, Unterstützung bei der Körperhygiene oder das gemeinsame Essen eine willkommene Entlastung im Arbeitsalltag. Auf die Tochter hat Herr A. besonders gut gehört. Bei notwendigen Terminen wie der Zahnarztbesuch konnte man zusammen mit ihr die Planung vornehmen und somit eine Abwehrhaltung von Herrn A. umgehen. Aktuell hat Herr A. seine Familie 7 Wochen nicht mehr gesehen. Telefonieren wird von Herr A. nicht toleriert. Wegen seiner Demenz leidet Herr A. unter sog. Zeitgitterstörungen (Ekmnesie) – plötzlich wird Herr A. aktiv und will das Heim verlassen, weil er „zu spät zur Arbeit kommt“. Dieses Verhalten nimmt täglich weiter zu. Aus einer mürrischen Verstimmung kommt es immer mehr zu Affektdurchbrüchen und schließlich zu lauten Auseinandersetzungen. Besonders wenn Herr A. am Verlassen der Einrichtung gehindert wird, wirkt er aggressiv und gereizt.

Aggression & Gewalt in der Pflege – Was können Sie tun?
Im Fall von Herrn A.: Wenn möglich, eine validierende Grundhaltung einnehmen. Sprechen Sie den Bewohner beim Namen an: „Guten Tag Herr A., wohin möchten Sie denn?“ Sprechen Sie mit der Situation verknüpfte Emotionen an: „Ja, das macht nervös, wenn man zu spät zur Arbeit kommt. Kommen Sie mit, wir finden eine andere Tür, die nicht versperrt ist.“

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Ergebnisse unserer Online-Umfrage „Pflege in Zeiten der Corona-Pandemie“

53 MAKS®-Therapeutinnen und Therapeuten haben sich Zeit für unsere Online-Umfrage genommen und uns Ihre Schwierigkeiten und Lösungen im „neuen Arbeitsalltag“ mitgeteilt!
Die COVID-19-Pandemie wirkt sich stark auf die Arbeitsbelastung aus. Rund 70% der Befragten empfinden eine höhere Arbeitsbelastung im Vergleich zum üblichen Arbeitsalltag. Etwa 35% gaben dabei „stark erhöht“ an. Als Gründe wurden vor allem der Wegfall von Beschäftigungs- und Therapieangebot, verstärkte Einzelbetreuung, die Einhaltung der Schutzmaßnahmen, längere Laufwege aufgrund der Trennung der Wohnbereiche sowie Krankheitsvertretungen genannt. Dazu kommen Sonderaufgaben wie die Hilfe beim Briefeschreiben oder bei der Videoerstellung für Angehörige.
Stress im Arbeitsalltag benötigt Ausgleich! Ausreichend davon erhalten 67% der Befragten in ihrer Freizeit. Dennoch machen es Überstunden, der eingeschränkte Kontakt zu Freunden & Familie sowie die Unzufriedenheit mit der derzeitigen Betreuung für manche Befragte schwierig, nach der Arbeit richtig „abzuschalten“.

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MAKS® – Umfrageergebnisse der IKK classic

Die IKKclassic hat im Rahmen des zweiten Blocks der MAKS®-Therapeuten-Schulungen ein Feedback zum MAKS®-Konzept eingeholt. Knapp 240 Schulungsteilnehmer haben geantwortet! Hier sind die wichtigsten Ergebnisse (bezogen auf den „Normalbetrieb“) im Überblick:

90% führen MAKS® regelmäßig 1-2 Mal die Woche durch. Knapp 40% sogar 2 Mal. Laut DeTaMAKS Studie kann damit bereits eine Wirksamkeit erzielt werden!

Sehr hohe Zufriedenheit seitens der Therapeuten! 92 % der Therapeuten gaben an, Spaß & Freude an der Therapie zu haben. 88% bewerteten die Inhalte und Themenauswahl von MAKS® mit sehr gut bis gut und würden MAKS® weiterempfehlen!

MAKS® kommt gut bei den Bewohnern an! 90% der Befragten Therapeuten meldeten zurück, dass sich die Bewohner sehr gut bis gut zur Mitarbeit motivieren ließen. 80% gaben auf die Frage, ob die Bewohner Spaß & Freude an MAKS® haben, einen Wert von 1-2 an (bei einer Skala von 1-5)!

64% der befragten Therapeuten konnten positive Entwicklungen bei den Teilnehmern der MAKS®-Gruppen feststellen!

MAKS® im internationalen Vergleich

MAKS® wurde in der aktuellen Überblicksarbeit einer unabhängigen japanischen Forschergruppe im international angesehenen Fachjournal „Dementia and Geriatric Cognitive Disorders“ sehr positiv bewertet.
Es wurden weltweit nur 6 randomisiert-kontrollierte Studien zu multimodalen nichtpharmakologischen Therapien bei Menschen mit Demenz im Pflegeheim zur Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten gefunden. Zwei davon wurden im Rahmen von MAKS® durchgeführt. Beide Studien wurden mit den
höchsten Punktwerten in Bezug auf die Studienqualität bewertet.
Im Fazit der Arbeit beziehen sich die Autoren zentral auf die MAKS-Therapie®. Für die Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten wird eine Kombination von
motorischem, kognitivem und alltagspraktischem Training empfohlen. Zusätzlich sollte die Maßnahme laut Forschergruppe mindestens 3 Mal pro Woche über mindestens 8 Wochen bei einer Dauer von mindestens 30 Minuten pro Sitzung durchgeführt werden.
Das Ergebnis der Forschungsgruppe zeigt: Das MAKS®-Konzept ist wissenschaftlich hochwertig und vollumfänglich.